Fachübersetzungen
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Wie werde ich Übersetzer und was erwartet mich? Ein Leitfaden.

Worum geht’s?

Das wichtigste Missverständnis gleich vorweg: Übersetzer und Dolmetscher – das sind zwei verschiedene Berufe! Leider hält selbst manche Karriereseite die beiden Bezeichnungen für synonym. Dolmetscher vermitteln aber mündlich sozusagen „live“ zwischen zwei oder mehr verschiedensprachigen Menschen. Übersetzer übertragen dagegen schriftliche Texte in eine andere Sprache, idealerweise die eigene Muttersprache. Außerdem lektorieren sie die Übersetzungen von Kollegen und können auch eine Reihe anderer verwandter Aufgaben übernehmen, etwa Desktop Publishing oder Videountertitelung.

Die Berufsbezeichnung ist für beide nicht geschützt, theoretisch kann also jedermann Übersetzer werden. Wer erfolgreich arbeiten will, sollte sich trotzdem gründlich ausbilden und dann seine Eignung bestätigen lassen. Heutzutage bieten sich dafür die Bachelor- und Master-Abschlüsse von Universitäten und Fachhochschulen sowie die staatliche Anerkennung an.

Steckbrief Übersetzer

Übersetzer verbringen den allergrößten Teil des Arbeitstags an ihrem Schreibtisch. Die meisten – die freien nämlich – haben dabei nicht einmal Kollegen, zumindest nicht vor Ort. Nur die wenigsten freien Übersetzer schließen sich zu Bürogemeinschaften zusammen; die Mehrzahl arbeitet tatsächlich allein und zu Hause. Der Übersetzerberuf im Alltag aussieht, kann man grob zusammenfassen:

  • der kleinste Teil der Spracharbeiter sind Dolmetscher oder arbeiten u. a. als Dolmetscher
  • der überwiegende Teil der Übersetzenden sind Frauen
  • die meisten Übersetzer in Deutschland arbeiten auf freiberuflicher Basis, vielfach für verschiedene Übersetzungsbüros
  • Englisch hat den größten Anteil am Übersetzungsvolumen
  • fast alle Aufträge kommen von Menschen, die der Übersetzer nie persönlich getroffen hat
  • und in der Regel wird überwiegend in die Muttersprache übersetzt. Das hat den Vorteil, dass der gewählte Ausdruck im Zieltext sehr genau passt und auch Fachsprachen, die Umgangssprache oder figurative Sprache sehr gut wirken können, z. B. in der Werbung. Umgekehrt ist es ein Vorteil der Übersetzung aus der Muttersprache in eine Fremdsprache, dass der Ausgangstext hundertprozentig richtig verstanden wird.

Voraussetzungen

Übersetzer sind reine Kopfarbeiter. Sie verfügen über ein ausgeprägtes Gefühl und Interesse für alles Gesprochene und Geschriebene, den verbalen und auch den nonverbalen Ausdruck und Kommunikation insgesamt. Sie nehmen Sprachen überdurchschnittlich schnell auf und sind im Umgang mit ihnen sehr gründlich. Sie legen Wert auf absolute grammatische Korrektheit und treffende Formulierungen und vermeiden überflüssige Phrasen und Worthülsen.

Zusätzlich haben sie ein oder mehrere Fachgebiete, in denen sie sich richtig gut auskennen. Das kann Technik im Allgemeinen sein, Karosseriebau im Speziellen oder aber Pädagogik, Holzbearbeitung oder Milchviehwirtschaft. Man sollte also nicht nur an Sprachen interessiert sein, kann aber auch sein Hobby einbringen. Wer sich schon immer für Eisenbahnen interessiert hat und alle Betriebsbeleuchtungsarten auswendig kennt, kann damit eine Nische besetzen.

Selbstverständlich beherrscht der künftige Übersetzer mindestens  eine Fremdsprache und kennt die zugehörigen Kulturen. Er hat keine Angst vor der Technik und kann schnell und effizient mit seinem leistungsfähigen Computer umgehen, denn er arbeitet mit teilweise sehr komplexer Software, den so genannten Translation Memory Systemen (TMS), die ihm die Arbeit erleichtern – sobald er die Technik einmal beherrscht. Er findet schnell Informationen hauptsächlich im Internet, kann ihre Verlässlichkeit einschätzen und sie korrekt im Text verarbeiten. Er betrachtet sein Wissen immer als ausbaufähig, bildet sich konstant in seinen Sprachen und den Fachgebieten weiter und bleibt auf dem neuesten Stand.

Wie werde ich Übersetzer?

Übersetzen kann man studieren. Mehrere Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland bieten für die wichtigsten Sprachen (alle Englisch, die meisten auch Französisch und Spanisch, viele Arabisch und Russisch) reguläre Studiengänge an, die grundständig mit dem Bachelor und weiterführend mit einem Master abgeschlossen werden. Üblicherweise absolviert der Übersetzerstudent mehrere Auslandsaufenthalte, um Land, Leute und Sprache selbst kennenzulernen.

Bereits während des Studiums erfolgt eine erste Orientierung hinsichtlich möglicher späterer Fachgebiete. Passend zum Arbeitsmarkt bieten viele Hochschulen technische Sachfächer an, um ihre Studenten auf herausfordernde technische Übersetzungen vorzubereiten.

Für die Übersetzerarbeit qualifizieren prinzipiell auch Berufsausbildungsgänge, etwa die zum Fremdsprachenkorrespondenten. Sie sind auch ohne Abitur zugänglich, allerdings zumeist kostenpflichtig und sie qualifizieren nicht für alle Teile der Übersetzerarbeit. Beispielsweise kommen Fremdsprachenkorrespondenten normalerweise nicht für eine Beeidigung vor Gericht in Frage, die es ihnen ermöglicht, offizielle Dokumente und Urkunden rechtswirksam zu übersetzen oder beglaubigte Übersetzungen auszustellen. Es handelt sich vielmehr um einen kaufmännischen Beruf und die meisten Fremdsprachenkorrespondenten haben hauptsächlich Sekretariatsaufgaben in einem Fremdsprachenzusammenhang.

Weiterhin können Quereinsteiger mit ausgezeichneten Kenntnissen in mehreren Sprachen gute Übersetzer werden, etwa Menschen, die mit zwei Muttersprachen aufgewachsen sind, oder solche, die lange im Ausland gelebt haben. Je nach Bundesland sind die Hürden für die Anerkennung als staatlich geprüfter Übersetzer hoch, in manchen reicht ein Studienabschluss aus, in anderen muss eine anspruchsvolle staatliche Prüfung bestanden werden. Nur in kleinen Nischensprachen, für die keine universitäre Ausbildung angeboten wird, ist ein guter Einstieg ohne Qualifikationsnachweis möglich und realistisch. Solche Übersetzer beweisen sich bei der täglichen Arbeit. Allerdings muss man seltene Sprachen wie Paschtu oder Malaiisch erst einmal beherrschen – diese Möglichkeit zur Abgrenzung steht vor allem den entsprechenden Muttersprachlern offen.

Wo arbeiten die meisten Übersetzer?

1. Freiberuflich

Wie schon erwähnt, arbeiten die allermeisten Übersetzer freiberuflich für verschiedenste Kunden – entweder direkt für Privat- und/oder Firmenkunden, häufig aber auch für Übersetzungsbüros. Die Entscheidung für oder gegen eine selbstständige Beschäftigung ist wie in allen Branchen eine grundsätzliche und auch eine Typfrage. Die Freiberuflichkeit bedeutet formell vor allem, dass sie keiner Kammer beitreten und keine Sozialversicherungen abschließen müssen. Sie können ihr Einzelunternehmen leicht gründen und geben eine weniger komplexe Steuererklärung ab als etwa der Geschäftsführer einer GmbH.

Für die fast unbeschränkte unternehmerische Freiheit nimmt man aber die unternehmerischen Risiken in Kauf: Als Einzelunternehmer haftet man auch mit seinem Privatvermögen. Zwar kann man passende berufliche Versicherungen abschließen, aber deren Preis muss natürlich erst einmal erwirtschaftet sein. Ähnliche gilt für die vielen Randaufgaben: Kundenakquise und Marketing, die Abrechnung und Steuern, kann man gegen Honorar an externe Dienstleister abgeben.

Außerdem muss man als Unternehmer „Soft Skills“ mitbringen, die nicht zu unterschätzen sind: Wer erfolgreich sein will, muss mit seinen Kunden einen angenehmen und produktiven Kontakt halten können, gründlich und zuverlässig arbeiten, pünktlich liefern und seine Zahlen im Blick haben. Wenn der Kunde nicht zahlen kann oder will, muss der Unternehmer im eigenen Interesse höflich aber bestimmt auf seinen Forderungen bestehen und notfalls den Forderungseinzug betreiben.

Das alles ist nicht jedermanns Sache. Dafür kann der freie Übersetzer Aufträge ablehnen, die ihm aus irgendwelchen Gründen widerstreben, und auch bestimmen, wann, wo und wie er arbeiten möchte.

Die freie Arbeitsform passt grundsätzlich gut zur weiblichen Prägung des Berufsbildes,  denn – Emanzipation hin oder her – die Kindererziehung ist vorwiegend Frauensache. Die selbstständige Übersetzerin kann diese Aufgabe eher stemmen als mit einem festen Job außer Haus. Sind tatsächlich Kinder da, kann ein guter Teil der 40 Stunden, die sie sich vornimmt und leisten muss, gern mal außerhalb der üblichen Arbeitszeiten stattfinden. Wenn sie klug und selbstbewusst ist, kann sie dafür einen Eilaufschlag heraushandeln, wenn ein Auftrag erst am Abend bestätigt wird, aber am nächsten Morgen schon zum Arbeitsbeginn beim Kunden auf dem Tisch liegen muss, und so aus der Not eine Tugend machen.

2. Angestellte Übersetzer

Fest angestellte Übersetzer sind eher selten und allenfalls in wenigen Großkonzernen mit eigenen Sprachendiensten oder sehr großen Übersetzungsagenturen anzutreffen. In den wenigen in Frage kommenden Unternehmen übernehmen ausgebildete Übersetzer neben fachlichen Aufgaben wie juristischen Übersetzungen deshalb meist auch andere Büroaufgaben wie die Korrespondenz im Außenhandel oder die technische Dokumentation auch in ihrer Muttersprache, die auch Betriebs- und Landessprache ist.

Nur die wenigsten angestellten Übersetzer können sich also ihren gesamten Arbeitstag lang ihrer Hauptaufgabe widmen. Allerdings bestimmen selbst diese ihr Tempo oft nicht selbst. Gerade wettbewerbsorientierte Agenturen geben oft ein Arbeitspensum pro Stunde vor, von dem manche Übersetzer unter der Hand sagen, dass es gelegentlich zulasten der Qualität geht. Die Fluktuation in vielen Agentur ist recht hoch und das Einstiegsgehalt oft niedrig für einen akademischen Beruf.

Viele Übersetzer betrachten die abhängige Beschäftigung deshalb nur als einen ersten Einstieg direkt nach der Uni, bei dem sie ein bisschen Betriebsluft schnuppern und praktische Erfahrungen sammeln. Sie rechnen ohnehin damit, sich im Laufe der Zeit selbstständig zu machen und einige tun das schon nebenbei. Dabei müssen sie allerdings Wettbewerbsverbote beachten, denn sie dürfen ihrem Arbeitgeber natürlich keine Kunden abwerben.

Der Arbeitgeber „Europa“ ist prestigeträchtig, hat aber einen relativ geringen Bedarf und sehr hohe Ansprüche, die er durch ausführliche Tests sichert – auch für freiberufliche Übersetzer. Selbst wenn man das schwierige Auswahlverfahren bestanden hat, steht man erst einmal nur auf einer Liste, die erst zum Einsatz kommt, wenn und falls innerhalb von vier Jahren ein tatsächlicher Bedarf an Übersetzern entsteht. Nach dieser Zeit verfallen die Listen und das Rekrutierungsverfahren beginnt von vorn.

3. Projektmanager

Wer aufs Geld schauen muss oder will, für den kommt eine Beschäftigung als Projektmanager in Frage, bei dem die Gehälter grundsätzlich höher sind. Bei ihm ist der wirklich übersetzerische Anteil der Arbeit minimal und er wird lediglich eingehende Übersetzungen überfliegen, bevor er sie an die Kunden weiterreicht. Er ist den ganzen Tag damit beschäftigt, die in Übersetzungsagenturen eingehenden Aufträge an externe Freie zu delegieren. Er unterhält also ein Netzwerk an Übersetzern und ist gleichzeitig für die Kunden da.

Der Projektmanager beschäftigt sich notwendigerweise mehr mit kaufmännischen als mit linguistischen Fragen. Er steht buchstäblich zwischen dem Kunden und dem Übersetzer, der im Fall von Rückfragen nicht direkt mit dem Kunden in Kontakt treten darf. Sind die beiden Parteien verschiedener Ansichten, muss der Projektmanager vermitteln, was hohe soziale Kompetenzen und innere Ruhe erfordert. Die ist überhaupt sehr gefragt, denn Übersetzer im Projektmanagement berichten davon, dass das ständige Jonglieren zeitweise ziemlich anstrengend ist, wenn man etwa einen dringenden Auftrag vom Kunden angenommen hat, aber auf die schnelle keinen passenden Übersetzer findet.

Der Projektmanager ist erst dann zufrieden, wenn er während seines Arbeitstages alle Aufträge weiterverteilt, die ihm zugespielt werden. Sein Idealzustand ist die leere Ablage.

Wie werde ich erfolgreich als Übersetzer?

Unbestritten gelingt der Einstieg am ehesten nach einer fundierten Ausbildung. Wer ein Übersetzer-Studium abschließt, erhält einen im Markt geschätzten und geschützten Titel. Wer möchte und qualifiziert ist, kann sich vom Landgericht seines Bundeslandes als Übersetzer beeidigen lassen. Dann darf er auch Urkunden und andere offizielle Dokumente übersetzen und mit seinem Stempel versehen, was ihm einen großen Tätigkeitssektor erschließt. Wann immer jemand im Ausland studieren oder heiraten will, braucht er einen beeidigten Übersetzer, der seine Unterlagen entsprechend aufbereitet.

Wichtig ist wie in den meisten anderen Berufen auch die Weiterbildung. Wer glaubt, er hätte einmal ausgelernt und könnte sich dann zurücklehnen, wird als Übersetzer nicht lange erfolgreich sein. Nicht nur mit den Veränderungen seiner Arbeitssprachen muss der gute Übersetzer Schritt halten, auch die meisten Fachgebiete – gerade die Technik – entwickelt sich ständig weiter.

Apropos Fachgebiete: In einem Beruf, der theoretisch jedem Menschen offen steht, der eine Fremdsprache halbwegs gut zu sprechen glaubt, ist es wichtig herauszustechen. Das kann durch die Sprachenwahl geschehen, denn Nischensprachen sind durchaus gefragt. Wer sich dagegen in der riesigen Masse der Englischübersetzer durchsetzen will, bietet ein oder mehrere Fachgebiete an. Das kann recht allgemein sein, beispielsweise Recht oder Medizin, aber auch sehr speziell wie Weinkunde oder Sanitätstechnik.

Aussichten

Der internationale Handel fördert den Bedarf an Übersetzungen, bringt aber auch Konkurrenz mit sich. Tatsächlich gibt es Marktteilnehmer im fernen östlichen Ausland, die deutsche Übersetzungen anbieten. Zwar ist deren Qualität überwiegend unzureichend, aber zumindest bei der ersten Bestellung zählt für manche Kunden ausschließlich der Preis.

Immer wieder hört man von der maschinellen Übersetzung. Große Internetfirmen wollen die Vermittlung zwischen Sprachen vom Computer machen lassen. Wie gut das funktioniert, kann jeder auf entsprechenden Seiten selbst ausprobieren. Die Ergebnisse sind teilweise erschreckend, meistens aber wirklich komisch, letztendlich jedoch kaum zu gebrauchen. Deshalb muss in den nächsten Jahren kein Übersetzer fürchten, von einer Rechenmaschine ersetzt zu werden.

Letztlich ist es beim Übersetzen wie in jedem anderen Job auch: Erfolgreich ist, wer eine gute Ausbildung hat und sich weiterbildet. Soziale Kompetenzen und ein authentischer Auftritt gehören dazu und ein gewisses Talent und ein bisschen Glück können auch nicht schaden. Schließlich wird mit seiner Arbeit glücklich, wer davon überzeugt und mit Leidenschaft dabei ist.

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